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Mit ‘Lissabonn Anarchisten’ getaggte Beiträge

Am 14ten Juli, 2010 endete die Verhandlung gegen die 11 Verhafteten (eine Frau starb leider in der Zwischenzeit) der anti-autoritären Demonstration gegen Faschismus und Kapitalismus, die am 25ten April 2007 stattfand.

Wegen fehlender Beweise, widersprüchlichen Beweisen, oder Zweifeln, wies das Gericht die vom Staatsanwalt vorgelegten Fakten – die angeblich von den Angeklagten begangenen Taten – als nicht bewiesen, ab. Diese fielen in die Kategorien bewusste schwere Körperverletzung, schwere Beamtenbeleidigung und Nötigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt (alles Verbrechen gegen Polizeibeamte). Sämtliche Anklagen gegen alle Angeklagten wurden fallengelassen. Am 25ten April 2007 fand in Lissabonn eine Demonstration gegen Faschismus und Kapitalismus statt. Beinahe 500 Menschen beteiligten sich an einem Marsch durch einen der reichsten Bezirke, wo es Sprühereien gab, sowie Farbe auf Geschäfte, Banken und einen Bullenwagen der Aufstandseinheiten geworfen wurde. Die Wächter der demokratischen Ordnung antworteten daraufhin auf schamlose Weise mit einem Polizeieinsatz und attackierte jeden gerade in der Gegend befindlichen mit einer Prügelorgie. Als Ergebnis dieses Einsatzes und ein paar Hollywood-ähnlichen Verfolgungsjagten durch das Stadtzentrum wurden 11 Individuen festgenommen und unter anderem mit Sachverhalten wie, Beleidigungen und Angriff auf Polizeibeamte angeklagt. Am 7ten Dezember 2009 begann die Verhandlung am Campus de Justica in Lissabonn.

Wir wissen, dass es in Wahrheit um mehr geht, als um ein paar eingeworfene Scheiben und beleidigte Bullen. Es ist ein Versuch die Totalität des Lebens zu be-, und ergreifen und alle Werkzeuge, die wir wollen, im Kampf gegen die soziale Ordnung zu verwenden. Eine Ordnung, die Individuen konsumiert und zerstört, sowie unsere Beziehungen und die Welt in der wir leben. Es es genau weil diese demokratische Ordnung all die schönen und wilden Dinge und Menschen die noch existieren nicht tolerieren kann, dass wir in den letzten Jahren eine steigende Kriminalisierung in den Medien sehen und spüren mussten, sowie eine Verfolgung der Aktivitäten vieler unserer und die von anderen Individuen durch die Repressionskräfte. Wir wissen wer unsere Gefährten/Kameraden im Kampf um die Befreiung unserer Leben sind, und wer unsere Feinde. Und wir fahren fort damit, all die anderen zu finden, denen wir begegnen können, in der Freude der Revolte. Die Solidarität mit den Angeklagten beschränkt sich weder auf die Gerichte, noch auf die Daten, die von anderen festgelegt werden: sie muss sich ausweiten und Teil eines Kampfes werden, der als Referenzpunkt nicht die Schritte der Repression nimmt, sondern die Schritte, die wir in unserer eigenen Rebellion nehmen wollen. Ihr Versuch uns durch die Angst aufzuhalten, uns zu isolieren oder unseren Diskurs zu ändern kann als Ergebnis nur den gnadenlosen Angriff auf eine Macht haben, die keine Grenzen kennt.

Einige Anarchisten aus Lissabonn.

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