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Zumindest drei Demonstranten wurden aus kurzer Distanz vor dem Albanischen Premierminister-Büro erschossen. Es kam zu schweren Unruhen, die schwersten seit 14 Jahren. Steine und Molotowcocktails gegen die Polizei, und Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten.

23 verwundete Demonstranten, drei in kritischer Kondition mit Kopfwunden im Tirana-Militär Krankenhaus. Ein Artikel meint, die Polizei spricht von 117 verletzten Polizisten ein anderer von 17.

Das staatliche Netzwerk TVSH spricht von einer anderen Verwundungsrate verteilt über Albanien. Sie sprechen von 35 verwundeten Demonstranten und 27 Polizisten.

Die opposition der Regierung, die sozialistische Partei spricht von 250000 Menschen, die vor dem Premierminister Büro demonstrierten. (Sali Berisha) um ihn zum Rücktritt zu zwingen. 1997 kam es in Albanien zu einem generalisierten Aufstand.

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Feitag, 21. Jänner, 2011 [Notiz des Übersetzers]
Fee Marie Meyer wurde am Freitag dem 14ten Jänner, nachmittags  von Männern der Anti-Terror Einheit vor ihrem Haus in Athen festgenommen. Die Polizei hat offiziell bestätigt, dass ihr einziger „Beweis“ gegen sie ihre Freundschaft zu Christos Politis sei, ein weiterer Anarchist, der sich in diesem Moment im Gefängnis befindet für die vermeintliche Partizipation  in einer Stadtguerilla Gruppe wobei die Polizei es nicht einmal Wert findet deren Namen bekanntzugeben. Bald nach Fee’s Verhaftung, liess die Polizei eine verwunderliche, ergreifende und so wie bald bewiesen – fabrizierte Geschichte durchsickern: Fee war die vermeintliche Tochter des RAF Mitgliedes Barbara Meyer und ihr Vater wurde vermeintlich in einer Schiesserei mit der Polizei in Wien getötet. ‚Meyer‘ ist bekanntlicherweise eine extrem häufiger Nachname in Deutschland: Die Barbara Meyer, die der RAF beitrat hat mit Fee’s Mutter aber schon absolut nichts zu tun. Ein unwichtiges Detail für die kommerziellen Medien in Griechenland, die es darauf anlegten, die Polizeipropaganda schnell zu reproduzieren. Nun zu Fee’s Worten:

[Griechisches Original]

Nun, dass die Lichter der Show abgeschaltetet wurden und die Bühnenvorhange sich geschlossen haben, ist für mich die Zeit gekommen zu sprechen. So wie ich es will. Darüber was passierte, welche Spiele auf meinem Rücken ausgetragen wurden aber auch jenseits meiner Person: um über die Dinge zu sprechen, die jedes denkende Individuum im griechischen Territorium betreffen sollten.

Bezüglich meines ‚Falles‘: mittlerweile bin ich ziemlich sicher, dass von dem Moment als meine persönlichen Details an die allseitsbekannten Übergeschnappten der Anti-Terroristischen Einheit (was natürlich völlig gerechtfertigt war – Ich trank ein Glässchen mit den falschen Leuten) weitergegeben wurden, das Spielchen feststand. Als sie meinen Nachnamen googelten (in Griechenland so häufig wie Papadopolous) und stellt euch ihre Freude vor, als sie den reichhaltigen Hintergrund meiner „Familie“ feststellten. Dass mein Vater einen anderen Nachnamen hat, war ein unwichtiges Detail (solche von „ihrer Sorte schlafen ja ohnehin mit allen“) genauso wie das Geburtsdatum meiner Mutter, dass nicht übereinstimmte mit ihrer Geschichte. Von dem Moment an, an dem die Wirklichkeit nicht mehr übereinstimmte mit ihrer Geschichte, musste sie angepasst werden. Ich spielte die Rolle, die sie für mich vorbereitet hatten. Sie entführten mich am Freitag [14ter Jänner] um 15:00, in dem Moment als ich mein Haus verliess um in die Sprachschule zu gehen in der ich unterrichte. Mindestens 10 Leute mit Balaklavas, brachten mich, nachdem sie mir auch eine übergezogen hatten, in den 12ten Stock des Polizeihauptquartiers in Athen, ohne ein einziges Wort zu sagen. Dortm nachdem ich von 6 Leuten verhört worden war, wurde mir eine Foto gezeigt auf dem ich mit meinem Freund und Kameraden Christos Politis zu sehen waren. Sie fragten mich, ob ich ihn kannte und nachdem ich positiv geantwortet hatte, dass er eine weitere Person ist, die sie unrechtmäßig verhaftet hatten, befahl ihr Kommandeur unverschämt „mit dem üblichen Prozedere fortzufahren“. Sie zogen mir alle Kleider aus, nahmen alle Details auf, stahlen mein Hemd und meine Socken – offensichtlich ohne mir zu sagen, welcher Sache ich angeklagt sei und natürlich  ohne sich eine Dreck um meine Forderung nach einem Anwalt zu scheren. Die Zeit ist ein wichtiger Faktor, denn von 17:00 an, war die Geschichte über meine Eltern bereits vollkommen ausgebrochen. Das erklärt perfekt, warum sie mich, während ich mich weigerte von ihnen fotografiert zu werden, sie mich mit ihren Mobiltelefonen fotografierten, um sich ein Bild von mir zu sichern. Sonst würde sich ihre heisse Geschichte nicht so gut verkaufen lassen…

Ich weiss nun seit Jahren, wie diese Mechanismen funktionieren, völlig verrottet bis ins kleinste Detail; wir wissen dass die Journalisten-Informanten (mit einer Handvoll doch so wichtiger Ausnahmen) hin und her schalten zwischen dem Reproduzieren von Polizeilügen und dem Befehl den diese an die Bullen erteilen. Dazu bereit jegliches Leben zu zerfetzen, dass ihnen vor das Maul geworfen wird, dazu bereit Wahrheit zu verinnerlichen und Lügen auszuspucken. Niederträchtige Wesen…

Was ich für unvorstellbar hielt, zumindest persönlich, ist die völlige Schamlosigkeit in der das  im hier und jetzt passierte.

Als das Fiasko begann klar zu werden, und während ich persönlich noch nicht bewusst darüber war, welcher Schmutz da als ‚Wahrheit‘ dargestellt wurde, wurde ich ins Büro des Beamten für ‚internationalen Terrorismus‘  gebracht. Er begann mich in ein ‚freundliches Gespräch‘ zu verwickeln, darüber wann genau mein Vater in der Schiesserei getötet wurde! Meine Kinnlade musste in diesem Moment wahrhaftig bis zum Fussboden aufgeknallt sein, speziell als er mir lächelnd erzählte „nun, ich bin mehr am internationalen Haftbefehl ihrer Mutter interessiert…“ Das einzige was er nicht tat, war mich davon zu beschuldigen einen Kriminellen zu schützen, da ich vom Beginn an ihm die Namen meiner Eltern nicht gab…
Aber dann wieder tat ich eine Menge Dinge. So wie die Generalstaatsanwältin sagte, dass sie eine Menge an Sachen in meinem Haus konfiszierten…Bürsten, Kleidungsstücke, Zahnbürsten, Pölsterüberzüge…gedrucktes Material. Material, das mit Sicherheit beweist, dass ich ein Anarchist bin, etwas das ich niemals versteckten würde und so wie es diese gebildete Frau, die Generalstaatsanwältin ausdrückte so sprachgewandt ausdrückte – Ich sein eine Terroristin, was es ihr sogar erlaubte meine Freiheit zu verweigern bis ein Richterkommitee über meinen Fall entschied!
Wenn sie mich dafür verhaften will, dass ich eine Anarchistin bin, ja dann bin ich schuldig und ich werde das somit immer sein. Ich werde immer auf der Seite der Ausgebeuteten stehen, nicht auf der, der Ausbeuter, für immer, bis es keine Autorität eines Menschen über den anderen und über die Tiere und die Natur mehr gibt. Aber ich fordere öffentlich und ernsthaft, dass die Anschuldigungen gegen mich sich ändern. Dass sie die wahren Anschuldigungen hinschreiben, so dass niemand um den heissen Brei herumredet: dass sie die Anschuldigung ändern in „Sie ist eine Anarchistin und sie kann lesen. Sie hat eine Beziehung mit vielen Menschen die noch immer kämpfen und sie ist stolz darauf“.
Ladet, zielt und erschiesst uns an der Mauer von Keariani [eine Referenz zur Mauer in Athen an der Nazi-Soldaten Partisanen exekutierten – Übers.]
Ich las irgendwo, dass sich das Gesicht eines politischen Regimes auf dem Weg zeigt in welchem es seine politischen Gegner behandelt. Der Ruhm von Griechenland! [populärer Ausdruck, der dazu verwendet wird, die Willkür der Staatsmacht in Griechenland zu verdeutlichen -unübersetzbar – Übers.]
Die Zeiten in denen wir leben sind flüssig, fremdartig und einer ständigen Veränderung unterzogen. In Zeiten der institutionellen und finanziellen Krisen wird die Autorität immer mit der Karrotte auf dem Stock, sowie mit Angst und Sicherheit spielen. Sie wollen, dass niemand auf irgendwas reagiert, nichts ausspricht, nicht um sich herumblickt, nicht anders denkt, oder wo möglich überhaupt nicht denkt. Amputiert unser Gehirn bei unserer Geburt, los, um dem ein Ende zu bereiten!
Sie versuchen überall ihre furchteregende und absolute Homogenität durchzusetzen; ihre absolute und durch und durch studierte Unmenschlichkeit.
In den griechischen Territorien werden in diesem Moment ungefähr 40 Menschen für politische Gründe festgehalten. Die meisten von ihnen waren noch nicht einmal vor Gericht und werden trotzdem in Hochsicherheitsgefängnissen festgehalten; andere werden nicht in öffentlichen oder offenen Verhandlungen vor Gericht gestellt; andere wieder werden ohne das kleinste bisschen Beweis gegen sie festgehalten, ausschlisslich wegen ihrer Einstellung, wegen ihrer auf Solidarität basierenden Lebenseinstellung die sie in ihren persönlichen Beziehungen einnehmen, festgehalten.
Ultrakonservativ und einer immer faschistischeren Weise, wollen sie Isolation erzwingen, Einsamkeit, die Logik des „jeder für sich“; sie wollen, dass wir trash-Fernsehen schauen, Substanzen konsumieren, sowie die Lügen und das Spektakel. Nicht mit Bekannten sprechen, keine Menschen in unsere Häuser einladen, niemanden treffen oder sie zu fragen uns besser schon mal ihre Polizeiaufzeichnungen zu zeigen, lieber nicht, wir könnten Probleme bekommen.
Sie wollen dass wir aufhören zu fühlen, und basierend auf die niedrigsten Überlebensinstinke und nach dem Selbsterhaltungstrieb zu agieren, basierend auf dem Sadimus des Türspions, in anderer Menschen Leben herumzuschnüffeln um in diesem Prozess das eigene Leben zu verlieren.
Sie wollen dass wir hassen, alles verdammen das anders ist, Menschen von anderen Orten, Mitarbeiter anderer Sektoren, jeder der anders denkt oder anders lebt.
Die sind alle gefährlich und wir müssen sie hassen, da Hass Angst erzeugt und vice-versa.
Das ist die Angst auf der sie herumtrampeln um ihre Todessicherheit aufzuzwingen, die sterbenden Laute einer Gesellschaft, die die letzten Verknüpfungen denunziert, die sie als solche definieren.
Ich glaube um das menschliche Element im Menschen zu definieren sind nur drei Worte ausreichend: Würde-Freiheit-Solidarität. Niemand kann ohne die anderen beiden existieren, keine von diesen fallen vom Himmel. Sie erfordern Tugend und die Herausforderung. Aber diese sind die schwierigen Bedeutungen, die dem Menschen Substanz geben und die Überleben in Leben verwandlen.
Sie können uns nur kontrollieren, uns in Fetzen zerreissen und uns isolieren, solange wir auf unseren Knien stehen mit unserem Rücken nach vorne gebeugt, einer jedweden Karrotte nachjagend, die sie uns hinhalten.
Lasst uns Widerstand leisten! Wenn wir unseren Kopf erheben und uns wieder in die Augen blicken, werden ihre wackelnden Strukturen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Denn heute mag die Katastrophe auf deinen Nachbarn gefallen sein, aber schon morgen könntest Du an der Reihe sein.
Lasst uns Widerstand leisten! Weil es überall auf der Welt Menschen gibt, die es wagen ihre Köüfe zu erheben. Überall und zu allen Zeiten, zu jedem einzelnen winzigsten Moment, wo man seinen Blick gen Himmel schweifen läßt und gegen den unendlichen Horizont, den sie seit ihrer Jugend vergessen haben, wird das menschliche Element im Menschen wiedergeboren.
Genug! wir haben zuviel und zulange toleriert! Kämpft für die ganze Welt und für Freiheit, kämpft für unsere Leben und für die Würde.
Der Staat und die Medien sind die einzigen Terroristen.
Solidarität für jeden der kämpft ist nicht nur unsere Waffe, sie ist Gewissheit.
Ein gut bekanntes Gedicht, leicht verändert [von Martin Niemöller – Übers.]
Zuerst kamen sie zu meinem Nachbarn
und ich sagte nichts, weil er ein Ausländer war.
Wenn sie für den nächsten kamen wars ein Roma,
und wieder sagte ich nichts.
Dann nahmen sie den Armen, den Landstreicher, den Anarchisten, den Linken
Am Ende kamen sie zu mir.
und erst da verstand ich, dass niemand geblieben war der reagieren hätte können…

Fee Marie Meyer

 

Artikel auf From the Greek Streets

In Tunesien gehen die Plünderungen weiter, angeblich wurde der Hauptbahnhof von Tunis angezündet und es kam vor dem Innenministerium zu Feuergefechten zwischen Angreifern und Soldaten.

Und einer der Gefängnisausbrüche brachte 1000 Häftlingen die Freiheit, nachdem an einer unbestimmten Anzahl Häftlinge in Rebellion ein Massaker verübt wurde.

aus Mainstream Medien; independent

Offener Brief von Philip und Pepe Mayer über die Speichelleckerei einiger Papageien des Staates über unsere Schwester.

Das grosse Spiel, das gespielt wird auf dem Rücken unserer Schwester und unserer Familie. Mit der Verhandlung der Angeklagten übe die Teilnahme an der Organisation „Verschwörung der Feuerzellen“ die bald stattfindet und der Explosion am Verwaltungsgerichtsgebäude, die unbeantwortet bleibt bezüglich der Seite der Verhaftungen, wurde vom Staat erwartet zu versuchen einen „grossen Fisch“ zu fangen und wenn er das nicht kann, fabriziert er ihn, so dass er sich von verlorenem Prestige rehabilitiert und seine Stärke unter Beweis stellt. Daher sahen bestimmte Journalisten, Agenten der Autorität, eine Möglichkeit basierend auf einem zufälligen Synonym unserer Mutter mit einem mutmasslichen Mitglied der RAF, Barbara Meyer, eine Kinematografische Geschichte zu erfinden mit mutmasslichen Verbindungen von internationalen und inländischen Gruppen. Sie erreichten einen derartigen Punkt der Lächerlichkeit, dass sie Namen von gesuchten Mitgliedern der RAF der 80er wiederveröffentlichten und anderer pikanter Geschichten um die terrorisierte Öffentlichkeit zufriedenzustellen. Unsere Mutter wurde prästentiert als gesuchte und verschwundene Terroristin, in dem Moment in dem sie zusammen mit uns, ihrer Familie in Griechenland lebt. Unser Vater Wolfgang hatte ein schlimmeres Schicksal durch ihre Hände zu ertragen, nachdem sie nicht nur  seinen Namen änderten, sie präsentierten ihn auch als Erschossenen in einer Schiesserei mit Bullen, was vor Jahren stattgefunden haben soll! Sehr schockierend für einen Musiktherapisten der gesund in Deutschland lebt und arbeitet…

Unsere Schwester, weil sie scheinbar ein Glas mit jemandem der 4 kürzlich Verhafteten, die für Brandanschläge in Thessaloniki beschuldigt werden, getrunken hatte, wurde sie durch diese Mythen und ihrem ‚terroristischen‘ Stammbaum, zum Mitglied einer kriminellen Organisation geweiht und wird dazu gerufen auszusagen.

Unsere Schwester ist wie wir, keine Terroristin, sondern eine Anarchistin, eine sehr schwerwiegende Entscheidung in der Welt der Herrschenden. Wir fordern, dass dieses schäbige Spiel, das auf dem Rücken unserer Schwester und unserer Familie gespielt wird sofort stoppt und wir warnen all diejenigen Teilnehmer daran, dass sie uns vor ihrem Angesicht antreffen werden. Und lasst uns nicht vergessen:

Die Staaten sind die einzigen Terroristen.

Quelle: Athens Indymedia

Samstag, 15. Jänner 2011 – Einen Tag nach der Verhaftung von 4 Anarchisten in Griechenland, verhaftete die antiterroristische Einheit der Polizei Gefährtin Fei Mayer. Sie wird beschuldigt an der Teilnahme einer terroristischen  Gruppe (auf den Namen der Gruppe konnten die Bullen sich nicht einigen). Anwälte oder Information darüber wovon sie angeklagt wird ist für Verhaftete in Griechenland ein Luxus, darum hat sie nichts davon. Die Massenmedien füllen die Lücke der Nicht Existenten Beweise, also haben sie begonnen surreale Szenarien zu erschaffen, darüber dass ihre Eltern Mitglieder der RAF und anderen bewaffneten Gruppen in Deutschland sind. Sie ‚informierten‘ uns auch dass ihr Vater bei einer Guerrilla Aktion in Deutschland getötet wurde! Natürlich ist ihr Vater immer noch am Leben, aber vielleicht ist sie ein bisschen unsicherer nachdem sie über seinen Tod ‚informiert‘ wurde. Fei’s Verbrechen ist Solidarität und Würde.

von From The Greek Streets

Bei einem Gefängnisbrand in der tunesischen Stadt Monastir sind nach ersten Informationen mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen (verschiedene Quellen geben verschiedene Zahlen, 57 Tote, sagen ynetnews; 31 Leichen wurden in die Leichenhalle gebracht und weitere 11 folgten sagte Dr. Ali Chatli, Leiter der forensischen Medizinabteilung des Fatouma Bourguiba Krankenhauses bei Monastir 160km südlich Tunis – AFP)  Zahlreiche weitere Menschen erlitten bei dem Feuer in der auch bei Touristen beliebten Küstenstadt schwere Verbrennungen, wie aus Krankenhauskreisen verlautete.

Nach ersten Erkenntnissen hatten Häftlinge ihre Matratzen in Brand gesteckt. Die Flammen hätten dann schnell auf das gesamte Gebäude übergegriffen. Als die Insassen zu fliehen versuchten, eröffneten Wärter nach Augenzeugenberichten das Feuer; mehrere Häftlinge seien an Schusswunden gestorben, andere verbrannt, hieß es.

Gemäss einigen Berichten schafften es einige Häftlinge aus dem Gefängnis zu fliehen.

Über gewalttätige Konfrontationen wurden aus einigen anderen Gefängnissen über Tunesien verstreut berichtet. Nach lokalen Nachrichten wurden dutzende Menschen in einem Gefängnis im südlichen Teil des Landes getötet.

„Ich sehe das Gefängnis in Flammen aufgehen. Da sind dutzende Tote. Dutzende schafften es zu fliehen,“ erzählte ein Augenzeuge zu Reuters.

Einigen Berichten zufolge gab es dutzende Tote während eines Ausbruchsversuchs von einem Gefängnis in Mahdia, 140 km südlich von Tunis. Ein weiteres Feuer brach in einem anderen Gefängnis aus im nördlichen Teil von Tunis.

Inzwischen kam es in der Nacht ungeachtet der nächtlichen Ausgangssperre in Tunis erneut zu Unruhen.

Nach den erneuten nächtlichen Konfrontationen hat die Polizei das Zentrum der tunesischen Hauptstadt Tunis abgeriegelt. Die Beamten errichteten Samstag früh Straßensperren an einer großen Straße, um die Zufahrt in das Stadtinnere zu blockieren. Zudem wurde das Aufgebot an Sicherheitskräften verstärkt.

Karte der Tunesischen Gefängnisse

aus den Mainstream Medien: Reuters, Der Standard, AFP,  ynetnews


Prison fire amid Tunisian unrest kills dozens

Over 50 people burned to death or shot during attempt to escape Monastir prison; fires break out in two other jails. Constitutional authority: Presidential elections within 60 days

Roee Nahmias, agencies

Published: 01.15.11, 15:14 / Israel News
 

At least 57 people were killed Saturday in a fire at a prison in the Mediterranean coastal resort of Monastir as unrest sweeps Tunisia after its longtime president was forced out by protests.Some of the victims were burned to death or died of smoke inhalation, while others were shot to death while trying to escape, local media reported. 

Arab World
Arab activists hope Tunisia uprising brings change / News agencies
As former Tunisian president arrives in Saudi Arabia, dozens of Egyptian activists dance outside Tunisian Embassy in Cairo, chanting ‚Ben Ali, tell Mubarak a plane is waiting for him too!‘
Full Story

Massive street protests over corruption and unemployment forced President Zine El Abidine Ben Ali to flee the country Friday night after 23 years of iron-fisted rule. In the last 24 hours, unrest, looting and arson have erupted.

According to reports, some inmates managed to escape the prison.

Violent incidents were reported in a number of other prisons across Tunisia. Local news outlets said dozens of people were killed in a prison in the southern part of the country.

„I see the prison going up in flames. There are dozens of dead people. Dozens of prisoners managed to escape,“ an eyewitness told Reuters.

Home of Ben Ali’s brother-in-law after ransacking (Photo: AP)

According to some reports, dozens of people were killed during an attempt to escape from a prison in Mahdia, 140 km (85 miles) south of Tunis. Another fire reportedly broke out in another prison in northern Tunisia.

Meanwhile, Tunisia’s constitutional authority called for presidential elections within 60 days.

The authority also said Saturday that under the constitution the speaker of parliament should be the interim president.

Prime Minister Mohamed Ghannouchi said on Friday he was taking over as interim president after Ben Ali fled to Saudi Arabia following weeks of protests over poverty, unemployment and repression.

On Saturday Ghannouchi told a state-owned television station that security forces and civilians must work to „restore order and prevent looting and theft.“ He said Tunisia was rebuilding itself as a democratic country that respects civil rights.

The Associated Press reported of sporadic gunfire in the capital of Tunis on Saturday. Smoke billowed over a giant supermarket outside the capital as looters torched and emptied it. The army fired warning shots to scare them away, to little avail, according to the news agency.

AP, Reuters contributed to the report

 

Demonstranten griffen die französischen Händler Carrefour und Casino an, sowie plünderten diese. Sie werden in Tunesien als „Machtnahe“ bezeichnet. Dies geschah gestern und heute, gemäss Informationen die AFP erhalten hat. Im Süd Westen, in Gafsa wurde heute das Depot eines Carrefour Kaufhauses geplündert, sowie der erste Stock des Geschäftes zerstört, wie Augenzeugen berichten. Das Plündern fand unter den Augen von Soldaten statt, die mit ihren Panzerwagen neben Banken stationiert waren, diese wurden nicht angegriffen, sagten die Augenzeugen weiters. In Nabeul im Nord Osten wurde ein Geschäft mit dem selben Namen vollkommen zerstört, berichtete ein Korrespondent. In Gabes, im Süd-Osten wurde ein weiteres Carrefour Kaufhaus geplündert, gemäss einem Bericht von Radio Shams FM. Es gehört einer der Töchter des Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali. Bei Bizerte (Nord Osten) erlitt ein Geschäft der Monoprix Kette das selbse Schicksal, berichteten Anwohner. Nahe der Lafayette Gegend, die neben dem Zentrum von Tunis liegt, versuchten Demonstranten in Richtung eines Champion Kaufhauses zu marschieren, aber sie wurden von der Polizei vertrieben, laut vieler Zeugen. Bei Ettadhamen, einem Vorort nahe dem Norden von Tunis, versuchten sich einige Demonstranten einem Geant Hypermarkt, der Casino Kette zu nähern, die sich einige Kilometer weiter nördlich befindet und wo sich auch ein Conforma Geschäft befindent, das Imed Trabelsi gehört, ein Bruder der Ehefrau des Präsidenten, Leila Ben Ali. Auf die Frage, ob sie den Hypermarkt Geant attackieren wollten, weil er Französisch sei, sagte ein Demonstrant, „Nein, der ist nicht französisch, er gehört den Verwandten des Präsidenten.“

kalimadz